Via Lia

Via Lia ist die Beschreibung eines persönlichen Erfahrungsweges. Schritt für Schritt bewege ich mich aus meiner Wohnsiedlung und dann aus meiner Stadt. Es geht weiter zwischen Autobahn- und Straßennetzen durch oft sehr verlärmtes Gelände. Ich gehe entlang eines Kanals namens Kehrbach und erreiche schlussendlich einen Fluss, der mir einen neuen Ausgangspunkt schenkt.


Das ist die Wohnsiedlung, in der ich seit 2004 lebe. Im Norden fließt ganz langsam die Warme Fischa. Der Kehrbach plätschert mit kräftiger Strömung im Süden. Und der Wiener Neustädter Kanal bildet die dritte wässrige Grenze. (A)
Wenige Schritte von meinem Zuhause entfernt überfließt der Wiener Neustädter Kanal den Kehrbach. Jugendliche lieben diesen Platz, die Mauern des Viadukts sind bunt besprüht. Vieles ist sprichwörtlich ins Wasser geschrieben. (A.I)
Vom Damm des Wiener Neustädter Kanals aus habe ich einen schönen Blick auf mein Haus, das in der Abendsonne leuchtet. Da ich normalerweise hier oben nicht gehe, sehe ich mein Haus aus einer komplett neuen Perspektive. (A.II)
Diese Stelle gilt als das siebente Wunder von Wiener Neustadt. Der Kanal fliest hier über die Warme Fischa. Ein Mann kreuzt im Durchgang meinen Weg. Er trägt ein zartrosa T-Shirt mit der Aufschrift TAKE IT EASY. (A.III)
Jetzt gehe ich entlang der Warmen Fischa weiter. Diese fließt so ruhig, dass man beinahe glaubt, das Wasser stehe im Bachbett. Hier sind immer Enten und ganz oft auch Kinder oder Erwachsene, um diese zu beobachten. (A.IV)
Es ist eine schöne und absolut ruhige Wohnsiedlung, in der ich da lebe. Sie liegt verkehrsgünstig am Nordrand von Wiener Neustadt und ist bebaut mit gepflegten, kleineren und auch größeren Fertigteilhäusern. (A.V)
Auch wenn der Name anderes vermuten lässt – der Kehrbach ist kein natürliches Gewässer sondern ein künstlich angelegter Kanal. Fünf Gehminuten von meinem Zuhause entfernt wird sein Wasser in die Warme Fischa geleitet. (A.VI)
So zeigt sich der Kehrbach unmittelbar an der Grenze zu meinem Grundstück. Momentan führt er viel Wasser, doch manchmal auch so wenig, dass ich mit Gummistiefeln und im Sommer auch barfuß in seinem Kanalbett waten kann. (A.VII)
Tags darauf begehe ich das nächste Kanaldreieck. Es bildet sich südlich von meiner Wohnsiedlung durch den Wiener Neustädter Kanal und den Kehrbach. Einen Teil des Weges kenne ich sehr gut, vom Rest lasse ich mich überraschen. (B)
Normalerweise endet an dieser Stelle mein Spaziergang entlang des Wassers und ich gehe durch die Felder retour zu meinem Haus. Doch heute folge ich dem Lauf des Wiener Neustädter Kanals ins bebaute Gebiet der Stadt. (B.I)
Es könnte sein, dass ich – sowie die meisten Menschen – zumeist die gleichen Wege gehe. Ich kenne meinen Lieblingsspaziergang und meine liebsten Wanderwege. Viel zu selten nehme ich mir Zeit für ein unbekanntes Ziel. (B.II)
Obwohl ich in Wiener Neustadt geboren bin, schaue ich mir heute das erste Mal die Stelle an, an welcher der Wiener Neustädter Kanal vom Kehrbach abgezweigt wird und seine lange Reise Richtung Wien beginnt. (B.III)
Dann gehe ich den Kehrbach entlang retour in meine Siedlung. Mir wird bewusst, dass ich so gut wie nichts über ihn weiß. So einbetoniert wie er gerade neben mir fließt, bin ich mir auch nicht sicher, ob ich noch mehr erfahren möchte. (B.IV)
Bis jetzt habe ich meinen Kehrbach nur punktuell wahrgenommen. Ich habe nie an ihn als Ganzes gedacht. Er war für mich all die Jahre nur eine liebgewonnene Grundstücksgrenze mit hohen, Schatten spendenden Bäumen. (B.V)
Nachdenklich gehe ich weiter und schlage nochmals den Weg am Kanaldamm Richtung Schifferlwirt ein. Dann leere ich meine Taschen und stecke die zuvor aufgesammelten Federn behutsam in die spitzen, langen Blätter. (B.VI)
Schlussendlich verabschiede ich mich vom Wasser und gehe noch meinen gewohnten Spazierweg über die Felder retour nach Hause. Morgen geht es weiter. Ich weiß nur noch nicht, für welches Gewässer ich mich entscheiden werde. (B.VII)
Es ist der Kehrbach, den ich wähle. Ich möchte wissen, woher dieser Kanal – der sich Bach nennt – kommt und in welcher Form er wo überall fließt, bevor er ganz kurz vor seinem Endpunkt an meinem Zuhause vorüberströmt. (C)
Startpunkt für meine Tour ist das Kraftwerk Ungerfeld, bei dem die Einspeisung des Kehrbachwassers in den Wiener Neustädter Kanal erfolgt. Heute will ich den Kehrbach entlang durch den Akademiepark wandern. (C.I)
Ich stapfe durch das hohe Gras am Kanaldamm. Dann muss ich einen Umweg über die Straße gehen, da mir die Zeiselmauer den Weg entlang des Baches versperrt. Ein Zugang in den Park ist nur beim Akademiebad möglich. (C.II)
Im Akademiepark spielen zwei Jungen in einem erdigen Rinnsal, das zum Kehrbach führt. Ich bekomme ebenfalls Lust, etwas zu gestalten. Behutsam stelle ich ein paar Steine auf das frei liegende Holzstück. Zufrieden gehe ich dann weiter. (C.III)
Hier mündet der Mühlbach in den Kehrbach. Es tut so gut, in die grüne, waldige Parklandschaft entlang des Wassers einzutauchen. Die Bewegung inmitten von all den wunderbaren, hohen Bäumen macht mich ganz ruhig und klar. (C.IV)
Ich kenne den Akademiepark recht gut und war sicherlich schon unzählige Male hier spazieren. Doch es ist eine komplett andere Erfahrung, angebunden an den Kanal den Park zu durchqueren und die Wege mal links liegen zu lassen. (C.V)
Schlussendlich gelange ich zum Kleinwasserkraftwerk in der Akademie. Es braucht ein wenig Zeit, bis ich mich orientiert habe und meinen erreiten Standort mit den mir bekannten Parkwegen in Verbindung bringe. (C.VI)
Ich gehe mit dem Entschluss zurück, dass ich weitergehen will. Meine Neugierde ist geweckt. Die nächsten Tage verbringe ich in der Steiermark, doch dann möchte ich die nächste Etappe entlang des Wassers erkunden. (C.VII)
Vier Tage später parke ich mein Auto am südlichen Stadtrand, um dem Kehrbach durch die Frohsdorfersiedlung zu folgen. Doch ich stelle die weitere Kehrbachtour sofort in Frage. Der Startpunkt ist in keiner Weise verlockend. (D)
Ich verabscheue Verkehrslärm und soll jetzt neben der stark befahrenen Straße entlanggehen. Da ich meine Wasserflasche im Auto vergessen habe, muss ich nochmals retour und überlege sogar, einfach wieder heimzufahren. (D.I)
Doch die Neugierde siegt und der Kehrbach gibt mir kurzfristig ein Zeichen. Er zeigt mir seine sprudelnde, rauschende Seite und ruft mir quasi zu: „Sieh doch! Ich stecke voller Überraschungen. Bleibe dran und lerne mich kennen!“ (D.II)
Bald darauf biegt sein Lauf von der befahrenen Straße ab. Ich überquere die Brücke und entdecke mein Schattenbild auf der anderen Bachseite. Da bin ich also! Leibhaftig hier wo ich stehe und als Schatten drüben neben der Brücke. (D.III)
Kurz darauf mache ich noch ein Foto von meinem Schattenbild. Das Wasser des Kehrbachs unterbricht gleichsam die Verbindung mit meinem Schatten und ich kann ihn mit neuem und ungewohntem Abstand betrachten. (D.IV)
All die Jahre habe ich nur die Breite des Kehrbachs gesehen. Eine nicht zu überwindende Grenze am Rande meines Grundstücks war er für mich. Und plötzlich erfasse ich ihn als langen Kanal, der von Wiener Neustadt bis Peisching fließt. (D.V)
Den ganzen Weg über stapfte ich immer wieder inmitten von prachtvollen Schafgarbenblüten. Sie wachsen hier bauchhoch und üppig. Ein paar will ich mit nach Hause nehmen, doch dann gebe ich ihnen doch wieder einen Platz am Kanal. (D.VI)
Bei der Autobahnauffahrt geht es nicht weiter. Das Gelände ist großräumig abgezäunt. Ich sehe hier meinen heutigen Endpunkt und mache mich flotten Schrittes – im Fluss mit dem Wasser des Kanals – auf den Rückweg. (D.VII)
Auch am Beginn meiner fünften Etappe ist mein Widerstand weiterzugehen sehr groß. Mein Startpunkt liegt unmittelbar unter der lärmenden Autobahn. Zusätzlich ist es auch jetzt am Abend noch brütend heiß. (E)
Zum Glück weiß ich noch gar nicht, wie herausfordernd mein heutiger Trip werden wird. Der sichtbare Verlauf des Kehrbachs endet nämlich an dieser Stelle entlang der Günser Straße. Damit habe ich nicht gerechnet. (E.I)
So schlage ich den Weg durch den trockenen Kehrbachüberlauf ein. Das Dröhnen der Autobahn wirkt auf mich als permanente Lärmlast, die ich mit mir trage. Auch Lärm ist eine Art Müll, mit der wir unsere Welt bedecken. (E.II)
Ich trage eine kurze Short und lerne vorsichtig meine Schritte zu setzen. Trotzdem werden meine Beine von den Disteln schlimm zerkratzt. Ich staune über mich selbst. Weder Lärm, Hitze noch Disteln sind fähig, mich zu stoppen. (E.III)
Doch es wird auch eine schöne Tour. Ich bin absolut alleine im Gelände. Da ist kein Mensch außer mir, der solch eine eigenwillige Route wählt. Und plötzlich habe ich auch einen Namen für meinen Weg. VIA LIA will ich ihn nennen. (E.IV)
Glücklich, müde und komplett verschwitzt werde ich mit einem prachtvollen Sonnenuntergang beschenkt. Da ist so viel Schönheit rund um mich. Ich fühle mich heute so dankbar, dass ich mich auf diesen Weg gemacht habe. (E.V)
Und dann höre ich ganz leise Wasser plätschern. Wenige Schritte weiter ist es tatsächlich zu sehen. Ich erfahre, welche Magie dieser zauberhafte Moment beinhaltet, wenn plötzlich Wasser wie aus dem Nichts auftaucht. (E.VI)
Ich setze mich eine Weile zum Kanal, um ein wenig auszuruhen und all die Erfahrungen sickern zu lassen. Ein paar Datteln zur Stärkung habe ich noch im Rucksack. Danach mache ich mich auf den Rückweg zu meinem Auto. (E.VII)
VIA LIA nenne ich also den Weg, der da entsteht. Das Wort VIA ist Teil meines Vornamens, LIA ein Wortspiel, das mir gefällt. Es hat eine Vielzahl von Bedeutungen und steht im Irischen auch für Heilerin, Flut, Stein, Fels oder Strom. (F)
Mein heutiger Startpunkt liegt im Wald, doch der Verkehrslärm der Autobahn empfängt und umhüllt mich. Vor dem Kraftwerk Föhrenwald fließt der Kehrbach träge vor sich hin und hinter dem Gebäude endet sein sichtbarer Verlauf. (F.I)
Entlang des Kehrbachs gibt es also kein Weiterkommen. Die LKWs donnern über die Brücke und ich entscheide – in der Hoffnung, dass der trockene Kehrbachüberlauf mich schlussendlich wieder zum Wasser führt – diesem zu folgen. (F.II)
Ganz langsam wird der Lärm der Autobahn etwas leiser und meine Aufmerksamkeit erfasst wieder das Zwitschern der Vögel und Zirpen von Grillen. Ich finde den Weg raus aus meinen Gedanken und hinein in die Wahrnehmung. (F.III)
Die Strecke entpuppt sich als sehr schön. Schmetterlinge und Grashüpfer begleiten mich. Meine Beine jucken von Brennnesseln, die ich streife. Mir ist heiß und ich spüre das Rinnen von kleinen Schweißbächlein am Rücken und im Gesicht. (F.IV)
Dann höre ich Wasser plätschern, ein Kehrbachzubringer streift meinen Weg und ich erfrische Gesicht, Beine und Arme. Ich folge einem kleinen Wasserlauf durch eine Wiese bis ein Gebüsch mir den weiteren Weg versperrt. (F.V)
Dann mache ich eine lange Pause und kühle meine Füße im kalten Wasser des Kehrbachzubringers. Mit einem Holzstück baue ich eine kleine Brücke und setze darauf ein weißes Schneckenhaus. Kindheitserinnerungen werden wach. (F.VI)
Die Wasser des Kehrbachs und seiner Zubringer beginnen durch mich zu fließen. In der Nacht träume ich vom Wasser. Ich fühle mich sehr klar. Das Gehen entlang des Wassers reinigt und klärt meine Gedanken und Emotionen. (F.VII)
Tags darauf gehe ich weiter. Mein Startpunkt liegt im Föhrenwald. Laut Plan bin ich irgendwo zwischen Föhrenau und St. Egyden. Die gewohnte Orientierung anhand von Ortstafeln fällt weg. Mein Weg folgt einfach dem Kanal. (G)
Knapp 25 Autominuten brauche ich, um zum gestrigen Endpunkt zu fahren. Das hört sich nach keiner weiten Strecke an. Doch laut meinem Empfinden habe ich mich schon recht weit gehend von meinem Zuhause entfernt. (G.I)
Ich mache bei jeder Etappe eine Menge Fotos mit meinem Handy und verwende dieses auch, um mir Gedanken zu notieren. Dadurch halte ich oft inne. Würde ich flott dahin schreiten, wäre ich viel schneller unterwegs. (G.II)
Vor meiner dritten Etappe habe ich den Verlauf des Kehrbachs auf einer Karte verfolgt. An diesem Tage habe ich kurz angedacht, einfach nach Peisching zu fahren, um dort zu schauen, wo der Wasserlauf des Kanals beginnt. (G.III)
Heute überrascht mich ein sehr schöner Abschnitt. Das Wasser plätschert romantisch und ich bestaune die alten, hohen Bäume. Es donnert immer wieder, doch ich hoffe, dass der Regen noch eine Zeitlang auf sich warten lässt. (G.V)
Ich habe das Gefühl, all die Etappen einen Raum dazwischen zu begehen. Meist begegne ich keiner Menschenseele. Die mich umgebenden Autobahn- und Straßennetzen machen mir die Verlärmung der Landschaft sehr bewusst. (G.VI)
Es ist ein Weg, den man normalerweise nicht sucht. Doch es ist ein Stück Realität, das existiert. Meist verbringen wir unsere Zeit in Wohnsiedlungen, bei der Arbeit oder an Ausflugszielen. Den Raum dazwischen begehen wir kaum. (G.VII)
Ich gebe den Endpunkt der letzten Etappe in mein Navi ein und staune, dass die Anfahrtszeit sogar kürzer ist als zum Startpunkt zwei Tage zuvor. Doch während der Autofahrt wird mir bewusst, wie weit ich schon gegangen bin. (H)
Normalerweise wollen wir von A nach B fahren ohne Interesse dafür, was dazwischen liegt. Erstens ist die Zeit meist knapp bemessen und zweitens das Ziel zu verlockend. Ausnahmen sind Rundreisen und die habe ich früher geliebt. (H.I)
Der Kehrbach zeigt sich unzugänglich und nicht gerade von seiner schönsten Seite. Es ist als ob er sich schon von mir verabschieden möchte oder mich auf den nahen Abschied vorbereiten will. Zusätzlich dröhnt wieder die Autobahn. (H.II)
Den permanenten Lärm der Autobahn empfinde ich als Belastung, mit der ich mich nur schwer abfinden kann. Ich wünsche mir geräuschlose Verkehrswege und hoffe, dass neue Technologien dies irgendwann ermöglichen. (H.III)
Dann finde ich eine große Zahl von Schneckenhäusern im Gestrüpp neben dem Kehrbach. Sie sind recht erdig und ich reinige sie im klaren Wasser. Dann gebe ich ihnen einen neuen Platz auf den großen, dunkelgrünen Blättern. (H.IV)
Der Kehrbach überrascht mich kurz darauf mit einer rauschenden Stelle, an der das Wasser herabflutet und sprudelt und schäumt. Ein Wassernebel dringt bis zu mir und schenkt mir angenehme Kühle an diesem heißen Tag. (H.V) 
Doch dann fließt der Kehrbach durch verbautes Gebiet und lässt sich nicht weiter von mir verfolgen. Ich gehe retour zu meinem Auto und fahre dann noch ein paar Punkte an, wo ich sein Verschwinden immer wieder festhalte. (H.VI)
Vielleicht habe ich das nächste Mal mehr Glück und es ist wieder möglich, entlang des Kehrbachs den restlichen Weg quer durch die Felder bis zum Peischinger Wehr zu gehen. Wahrscheinlich ist es gar nicht mehr weit. (H.VII)
Doch dann siegt die Neugierde. Ich möchte jetzt gleich die Stelle kennenlernen, wo der Kehrbach von der Schwarza abgeleitet wird und fahre weiter. Ein großer Parkplatz erwartet mich beim Wehr und neugierig steige ich aus. (HH)
Gedanklich rufe ich dem Kehrbach ein Happy Birthday zu. Hier wirst du also geboren … erzeugt … erschaffen! Ich merke eine emotionale Verflochtenheit mit dem Kanal, der seit 16 Jahren an meiner Grundstücksgrenze vorüberfließt. (HH.I)
Und jetzt bin ich sogar noch seinem Lauf gefolgt. Ich wollte meinen Kehrbach als ganzes Gewässer kennenlernen. Doch was ich vor allem erfahren habe, ist, wie es sich anfühlt, immer weiter und weiter zu gehen. (HH.II)
Diese Erfahrung ist ein Gegenstück zu dem Gefühl von alltäglichen Wiederholungen oder gar in gewissen Lebensbereichen im Kreis zu gehen und keinen Ausweg zu finden. Das Wassers fließt immer weiter und kennt kein Zurück. (HH.III)
Auf der Brücke des Wehrs ist es angenehm frisch und es weht ein leichter Wind. Die Schwarza erscheint mir unendlich groß und weit. Ich schaue und staune. Mit solch einer majestätischen Breite habe ich nicht gerechnet. (HH.IV)
Ich bin am Endpunkt und trotzdem ginge es weiter – flussaufwärts oder auch -abwärts die Schwarza entlang. Doch will ich dies wirklich tun? Ich kann doch nicht einfach weiter gehen. Wo käme ich denn da noch hin? (HH.V)