Werktagebuch

DAS GOLDENE TOR | 11.4.2020

Ich habe die Zeichnung aus dem Jahre 2017 golden übermalt. Sie stellt ja auch ein goldenes Tor dar. Als ich es vor etwas mehr als drei Jahren zeichnete, hatte ich jedoch noch gar keine goldenen Stifte im Haus.

Nachdem ich dieses Bild Anfang des Jahres (siehe Tagebucheintrag vom 25.1.2020) vom Glas befreite und mit Jutegarn und einem Gestein umwickelte, hat es jetzt eine weitere Transformation erfahren.

DER HÖLZERNE ZEPTER ODER DIE EIGENERMÄCHTIGUNG | 31.3.2020

Das Gegenteil der Ohnmacht ist hier gefragt und darum habe ich der jungen Mutter DEN HÖLZERNEN ZEPTER umgebunden.

Was war, ist gewesen. Nun ist die Zeit reif, dass wir unsere Geschichte neu schreiben. Der hölzerne Zepter wird dir genau dann vom “Gott oder der Göttin der Gnade” überreicht, wenn du es wagst als die, die du wirklich bist, sichtbar zu werden.

AUCH ICH BIN EIN FUNDSTÜCK AUS DEM WALD | 30.3.2020

Die Tortenform habe ich mitten im Wald gefunden. Beschriftet und aufgebunden auf einen Stock ziert sie jetzt eine Holzwand im Garten. Die liebe Claudia sagt immer, wer in den Wald geht, nimmt am besten zwei Sackerl mit – eines zum Sammeln des Abfalls und eines für die Wildkräuter.

EIN NEUES ZEITALTER ODER DAS ENERGIEPAKET IST ANGEKOMMEN | 29.3.2020

In der Zeit der Isolation bleibe ich beim Verbinden. Ich ziehe Fäden über das noch nicht Heile und es entsteht ein neuer Raum für das Gesunde.

Wenn alte Menschen plötzlich neue Erkenntnisse gewinnen und Worte finden, wo bis jetzt nur Schweigen war, ist das ebenso berührend wie das Betrachten eines Kindes, das spielend die Welt entdeckt.

DIE TEMPLERHÖHLE ODER DIE BITTE UM GANZHEITLICH HEILUNG | 27.3.2020

Seit dem letzten Eintrag ist viel geschehen.

Die Jury des Berufsverbandes der bildenden Künstler Österreichs hat meiner Aufnahme zugestimmt. Ich lernte Pater Bernhard vom Stift Heiligenkreuz kennen. Corona bekommt weltweit Aufmerksamkeit. Und meine Website ist auf die neue Domaine heilkunstwerk.at umgeleitet.

Außerdem habe ich ein weiteres Bild aus meinem kunsttherapeutischen Experiment aus dem Jahre 2008 umwickelt und mit Steinen verbunden.

DER SPIEGEL | 3.3.2020

Wenn ich vor diesem Werk stehe, bekomme ich das Gefühl, in einen Spiegel zu schauen. Beim Betrachten kann ich richtig versinken in diesem Kreis. Da ist Tiefe und eine Essenz, die mir vertraut erscheint.

Diesen Bild habe ich damals mit meiner linken Hand gemalt. Der Kreis vom Gong ist das Gegenstück, bei dem ich meine rechte Hand verwendet habe.

Es war ein kleines Experiment. Ich wollte sehen, wie unterschiedlich die Ergebnisse werden, wenn ich zwar die gleichen Farben und Pinsel jedoch jeweils eine andere Hand verwende.

DER GONG | 29.2.2020

Meine neuen Kreationen, Konstruktionen oder auch Installationen wachsen in den Raum hinein. Sie bringen Töne der Natur ins Haus.

Im Mittelpunkt steht das Bild. Doch dieses ist fix verbunden mit einer Rahmenhandlung aus Naturmaterialien.

Der umwickelte Grasschlägel wirft sanfte Fragen auf. Was soll hier zum Klingen gebracht werden? Welche Information schwingt da wohl für jeden einzelnen mit?

DAS GUTE VERBESSERN | 28.2.2020

Es erscheint verrückt, Energie und Zeit aufzuwenden, um Gutes zu wandeln. Woher kommt das Streben nach noch Besserem?

Woher der Glaube oder die Hoffnung, dass überhaupt noch Besseres zu erwirken oder zu erwarten ist?

Es gleicht einem Freigeben von Raum und Energie, auf dessen Boden danach Neues wachsen kann.

Und da ich als Mensch ständig in Wandlung bin, entspricht dann dieses Neue einem Besseren, wofür das ehemalig Gute weichen musste.

SCHAM ODER NICHTSCHAM | 21.2.2020

Ein Bild spricht so viele Sprachen als es Betrachter hat. Der eine liest dies heraus und der andere erkennt eine ganz andere Geschichte darin. Es ist stets die eigene innere Stimme, die hörbar wird und in Kommunikation mit dem Werk geht.

Der herzförmige Stein könnte als Wächter des Bildes gesehen werden oder auch als bewegliche Pforte zum Verborgenen.

DAS ZIEL VOR AUGEN | 15.2.2020

Es fühlt sich gut an, Bilder in dieser Art und Weise weiterzubearbeiten. So bleibt bestehen, was bereits vor so vielen Jahren entstanden ist. Trotzdem wandelt es sich und fühlt sich plötzlich wie ein neues Werk an, das absolut dem entspricht, was heute für mich wichtig ist.

Nur wenn ich all dem Raum gebe, was ist, hat es die Möglichkeit, mit unserer inneren und auch der äußeren Natur in Einklang zu kommen.

So braucht auch das Traurige oder Dunkle Zeit und Raum, um sich auszudrücken. Erst dadurch kann es erlöst und losgelassen werden.

GIRL WITH A MOON AND A STAR ON HER HEAD | 13.2.2020

Das Bild hat Robert Siebenhaar 2006 für mich gemalt. Wir lernten uns damals bei Studientagen von Giselbert Hoke auf der Kunstakademie Schloss Halbenrain kennen. Die Gestaltung der weichen Umwicklung samt einem Buch mit Arbeiten des Künstlers trägt meine Handschrift.

Das Bild der unbekleideten Frau erzählt mir von einer Begegnung, bei der sich zwei Menschen im Gespräch so weit geöffnet haben, dass dadurch eine ‘seelische Nacktheit’ und Berührtheit entstand ist.

DAS VOGELNEST | 12.2.2020

Geborgen und umsorgt wie ein Ei im Vogelnest – so sollte sich unser Herz fühlen in Phasen der Unsicherheit und Neuorientierung.

Und es ist liegt an uns selbst, uns diese Geborgenheit und Fürsorge zu schenken.

DIE STÄBE UND GABELN | 10.2.2020

Zu einem Werk zusammengefasst sind hier der Stab der Bescheidenheit, die Spule des Glücks, das schmucke Stück Holz, der Dolch der Kriegerin, das Kraftstück der Mitte, der Fänger aller Traumata, das Werk des Alltags, der Stab der Herrin sowie das Stäbchen der Einweihung.

DIE EULE DER ERKENNTNIS | 9.2.2020

Das Harte weich machen, das Schutzschild auflösen, das Verirren und die Verwirrung als Weg zur Neuorientierung erkennen.

Die Zeit heilt nicht alle Wunden. Sind wir jedoch fähig, Erkenntnisse aus dem Erlebten zu ziehen, verwandeln sich Wunden in Erfahrungen.

Und plötzlich können wir die weise Eule am Platz des Schmerzes begrüßen.

DER KRIEGESSTAB | 8.2.2020

Wenn wir Menschen fähig wären, alle inneren Kriege und äußeren Konflikte so einfach zur Seite zu schieben wie es möglich ist, einen Stab auf Gräsern weich zu betten, dann wären wir Menschen eingebettet in inneren Frieden und umhüllt von äußerer Wonne.

DAS GESCHENK DER NÄHE | 7.2.2020

Ich habe hier das Glas des Bilderrahmens entfernt, die Zeichnung mit einem Fixativ geschützt und dann das Passepartout mit dünnem Golddraht umwickelt.

Ohne dem Glas wirkt die Arbeit unmittelbar. Der glitzernde Golddraht schenkt dem Werk eine luftige, geheimnisvolle Hülle. Sich so berührbar zu zeigen, wirkt mutig und der ursprüngliche Bildtitel VERBUNDEN SEIN erzählt wie alles begann.

KLEINES WERKSTÜCK | 6.2.2020

Wenn es mir gelingt, einen schönen, glitzernden Stein und ein farblich und formlich passendes Stück Holz zu einer Einheit zu schnüren, ist die Freude darüber genau so groß, wie wenn ich ein Werk schaffe, an dessen Entwicklung ich viele Tage lang beschäftigt bin.

DER HORNISSENAPFEL | 2.2.2020

Das ist das allererste Werk, bei dem ich etwas umwickelt habe. Den vertrockneten Bonsai fand ich am Fensterbrett eines Freundes.

Zu Hause begann ich nach Garn zu suchen, um den Stamm zu umwickeln. Dann schmückte ich ihn mit ein paar moosartigen Früchten und einer von Hornissen ausgefressenen Apfelhülle. Aufgeklebte Edelsteine vollendeten das Werk.

DER SCHUTZSTEIN | 1.2.2020

Die kleine Malerei auf Samt ist von MMag.art Barbara Schneeweis. Ich habe das Bild lediglich umschnürt und einen Bernstein auf das dunkle, samtene Ei gelegt.

Die Wintersonne zaubert zusätzliche Schattenlinien auf das Bild und ich sehe einen geschützten Raum, in dem der Bernstein golden leuchtet.

DIE HENKELTASCHE | 31.1.2020

Eine liebe Freundin hat mir dieses Stück Holz geschenkt und gemeint: “Da ist ein Henkel dran, mach was draus!”

Leinöl, ein kleines Stück Schwemmholz, ein wenig Jutegarn und Spagat und schon war sie fertig – die “Handtasche aus Holz”.

WERKZEUG AUS DEM WALD | 30.1.2020

Sich selbst Kraft- oder Ritualwerkzeuge zu ‘bauen’ ist an sich ganz einfach. Man hebt auf, was einem zu Füßen liegt. Beim Werken folgt man seinen Impulsen und lauscht – frei von irgendwelchen Vorstellungen – der inneren Stimme, die ganz sicher zu sprechen beginnt.

GESCHENKE DER NATUR | 29.1.2020

Dieses Bild ist schon vor vielen Jahren im Rahmen von Studientagen mit Giselbert Hoke entstanden. Was ich als Beginn einer Grundierung sah, nannte der alte Meister im Vorbeigehen EINEN PERFEKTEN FLECK, der einzig noch eine Signatur benötigt.

Ich habe mich damals an diesen Rat gehalten und an dem Bild nicht mehr weitergemalt.

Doch jetzt – 13 Jahre später – nehme ich das Werk nochmals zur Hand, umspanne es mit Jutegarn und schmücke das Bild mit Haselnußfrüchten, die mir ein Freund als Geschenk aus der Natur vorbeibringt.

DIE SEHERIN ODER DIE CHAKRENHEILUNG | 28.1.2020

Das Bild aus dem Jahre 2008 gehört zu einer großen Serie von Arbeiten aus einem maltherapeutischen Selbstexperiment.

Nun habe ich daran weitergearbeitet und auf das Scheitel-, Stirn- und Halschakra Steine aufgebunden. Das Bild, das urspünglich von Angst und Schrecken erzählt hat, ist jetzt gewandelt und hat eine neue Aussage bekommen. Es beginnt heil zu werden und in mir taucht der Gedanke auf, dass ein Heilkunstwerk entstanden ist.

DAS KRAFTSTÜCK | 27.1.2020

Das umwickelte Schwemmholz liegt gut auf dem Tisch und erinnert mich so an eine kleine, sachte Brücke. Doch nehme ich es am rechten Ende fest in meine Hand und schließe meine Augen, habe ich das Gefühl, etwas zu halten, das mir Kraft gibt.

DAS FRIEDENSTOR AUF ERDEN BRINGEN | 25.1.2020

Diese Zeichnung gehört zu einer großen Bilderserie aus dem Jahre 2017.

Es entspricht einem Traumbild von einem sehr großen Tor, durch das die Menschen wandern. Das Tor meiner Vision ist golden, verströmt einen sanften, sphärischen Klang und ist errichtet auf einem Platz, der das Herz der Welt markiert.

GLAUB AN WUNDER | 22.1.2020

Ich mag Zitate und kleine Sprüche. Mein Herz schlägt für Gedichte. Die Spache ist ein wunderbares Geschenk. Wörter bringen die Seele zum Klingen. Neue Gedanken sind wie Samen, aus denen das Unglaubliche ins Licht der Wirklichkeit wachsen kann. Und die Samenkörner der Wunder keimen oft über Nacht aus den Toren des Unbewussten hervor.

DAS SCHIFF KLAR MACHEN | 21.1.2020

Oft fühlt sich die Lebensreise an, als ob man auf einem großen Dampfer in See sticht. Man kann die zukünftigen Erlebnisse noch nicht sehen und kennt die Mitreisenden noch nicht. Doch eines ist sicher, gleich werden die Anker gelichtet und die Seile eingerollt.

DER STAB FÜR DIE FRAU AB 40 | 20.1.20

Jedesmal, wenn ich den Stab in die Hand nehme, bin ich wieder erstaunt, wie leicht er sich anfühlt. Und genauso leicht sollen sich Wandeljahre für die Frau zwischen 40 und 60 anfühlen. Dieser Stab gehörte zu den allerersten umwickelten Werkstücken, die Anfang 2019 entstanden sind.

DIE BLUMENWIESE | 17.1.2020

Ich umwickle ein altes Acrylbild mit Jutegarn und plötzlich wirkt es, als ob die farbenfrohe, prachtvolle Blumenwiese einen Schutzraum erhalten hat.

Meine Gedanken wandern zu unserer inneren Natur, die Schutz und Ruhe braucht für ihre höchstpersönliche Entwicklung und Entfaltung.

FLICKEN = HEILMACHEN | 14.1.2020

Wer genau schaut, kann im rechten unteren Bereich ein paar mit rotem Garn genähte Kreuzstiche sehen.

Die Leinwand war hier zerrissen und es brauchte eine kreative Lösung um das Bild zu retten.

Dann habe ich noch jede Menge Wolle verwickelt und jetzt gefällt mir das Werk besser als je zuvor.

Flicken bedeutet also Heilmachen und durch das Umwickeln schenke ich dem Werk eine neue Bedeutung.

DAS UNVOLLENDETE BILD | 13.1.2020

Der liebe VOKA hat mir im Jänner 2005 bei einem Malkurs den Pinsel aus der Hand genommen und auf meiner bunt vorgrundierten Leinwand zu malen begonnen. Ich habe dann gesagt: “Das hast jetzt aber du gemacht. Da kannst du es auch gleich signieren.” VOKA tat dies.

Meine Lust das Werk zu vollenden war jedoch verschwunden. Einzig meine Signatur habe ich noch draufgesetzt.

FREI UND GEBORGEN | 12.1.2020

Das Umwickeln eines Bildes fühlt sich an, als ob ich es neu einkleide.

Der Körper bleibt, doch durchs Umgarnen und Einweben von Fäden wird das Werk dichter, bekommt eine zusätzliche Hülle, die dem Bild eine warme Ausstrahlung verleiht.

Der ursprünglichen Bildtitel verliert jedoch seine Bedeutung, die Aussage des Werkes verändert sich und ich darf es neu benennen.

GUTE PROGNOSEN | 11.1.2020

Dieses Bild ist nach einem nächtlichen Traumbild entstanden.

Ich habe mich entschieden, mich nur noch an guten Prognosen zu orientieren und bedanke mich Tag für Tag für all die guten Nachrichten, welche ich erhalte und wundervollen Menschen, die ich um mich habe.

DON’T SPEAK. BE PRESENT. | 10.1.2020

Da gibt es so vieles, das uns abhält vom Gegenwärtig sein. Ich übe mich zur Zeit sehr bewusst darin, mich immer und immer wieder aus dem Denken herauszuholen und den Fokus auf die Wahrnehmung zu richten.

Mir erscheint dies wie ein Weg in ein Sein voll stillem Glück und inneren Frieden.

DAS MORGENGEBET | 9.1.2020

Malen innerer Bilder ist vergleichbar mit nächtlichem Träumen. Unbewusstes wird in einer seltsamen Bildersprache sichtbar.

Ich lese dann in meinen eigenen Bildern und lausche meiner inneren Stimme, die Farben und Flächen mit Bedeutungen versieht.

FINDET MICH DAS GLÜCK? | 8.1.2020

Ein Buchtitel als Bildtitel? Geht denn das?

Wieso denn nicht? Wenn das Bild zugleich Raum für das Buch bietet?

ICH BIN | 7.1.2020

Dieses Bild erinnert an den Sommer 2006. Da experimentierte ich in meinem Garten mit Farben, Formen, Sand und Spachtelmasse.

Meine Fußabdrücke am Bild zeugen von meinem spielerischen Zugang. Auf der Rückseite habe ich damals den Titel notiert.

Vor ein paar Tagen habe ich die Leinwand mit einem dicken gefilzten Band umwickelt. Das Ergebnis gleicht einer Krone oder einem Siegel und schenkt dem Werk eine ganz neue Ausstrahlung.

ERINNERUNGSBILD | 5.1.2020

Im Jänner 2005 löste ich ein Geschenk in Form eines Malkurses ein und malte gemeinsam mit einer kleinen Gruppe unter der Anleitung von Voka Schnecken.

Die meisten Bilder von damals sind längst übermalt, weil ich das Gefühl hatte, es sind keine “eigenen Bilder”, wenn ich etwas nachmale, das jemand vorgibt. Einzig diese Schnecke habe ich als Erinnerung bewahrt und jetzt ist sie überwickelt mit einem Netz aus dünnem Garn und dicker Wolle.

SCHRIFTBILD | 4.1.2020

Ich will mich überraschen lassen, in welcher Reihenfolge Bilder, Zeichnungen und Skulpturen hier in meinem neuen Werktagebuch sichtbar werden wollen.

Nicht das chronologische Erfassen meines aktuellen Tuns ist mein Ziel, stattdessen möchte ich einen Faden spannen, der kreuz und quer Arbeiten verschiedenster Werkserien ans Licht holt.

DER STEIN | 2.1.2020

Wenn ich selbst mein Werk ab sofort in der Form würdige, dass ich ihm hier auf meiner Internetseite einen einsehbaren und erinnerbaren Platz gebe, wird es mir vielleicht auch leichter fallen, mich von meinen Arbeiten zu trennen.

DIE LEITER DES PHÖNIX | 31.12.2019

Die Nägel für diese Arbeit bekam ich vor ein paar Wochen geschenkt. Sie sind mehr als 100 Jahre alt und auch schon durch das Feuer gegangen.

Ich wusste sofort, dass ich eine Leiter daraus fertigen will und begann, die Nägel dick und fest mit Jutegarnen zu verbinden.

Beim Werken tauchten Gedanken an Gitterstäbe auf, die ich in Händen halte.

Dem wollte ich auf auf die Spur gehen und begann zu schreiben.

30.12.2019

Das was ist, neu gestalten.

Das Bild habe ich bereits vor zwölf Jahren gemalt. Mit einem Jutegarn wollte ich vor ein paar Tagen eine Masche darum binden.

Doch dann begann ich zu wickeln und ein wenig zu weben. Staunend bemerkte ich, mein eigenes Tun und nun steht mein erstes umwickeltes Bildwerk im Raum.

28.12.2019

Das Motto des Tages oder besser gesagt des heutigen Abends habe ich hier niedergeschrieben und dann als kleines Geschenk verpackt.

Denn heute lade ich wieder acht Gäste zum Suppenabend und bin schon gespannt auf die Fragen und Antworten, die wir im gemeinsamen Gespräch finden werden.

25.12.2019

Der Wurzelstock vom Berg hat umwickelt eine Bedeutung erhalten.

DORT, WO DIE ERDGEISTER WOHNEN ist nun der Name des Werkes. Ein Stein – gefunden in luftiger Höhe – liegt auf dem Holz. Eine Schale mit Wasser und eine Kerze stehen vor dem Wurzelstock.

Der Text, den ich zu diesem Werk geschrieben habe, den gibt es hier zu lesen.

24.12.2019

Heute vor ganz genau 15 Jahren hat mir mein damaliger Freund eine Staffelei, Acrylfarben und Leinwände geschenkt.

An diesem Weihnachtsabend 2004 bepinselte ich mein erstes Bild. Zuerst bemalte ich die Leinwand mit dicken, bunten Strichen. Dann setzte ich das Wort DANKE auf den kunterbunten Untergrund.

Unzählige Bilder und Werke sind seit diesem Tag entstanden. Künstlerisches Schaffen ist eine sichtbar werdende Lebensspur, die soviele Sprachen spricht, als sie Betrachter hat.